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Faktor Mensch - respektvolle Personallösungen
Julia Simon

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Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.”
(Søren Kierkegaard)

Egal ob wir wütend sind oder beleidigt. Angst haben oder weinen: Negative Gefühle hängen eng davon ab, wie wir über bestimmte Dinge denken.

Psychologen erklären diesen Zusammenhang gern mit dem ABC-Modell:

A ist die Tatsche.

B sind die Gedanken, mit denen wir die Tatsache bewerten.

C ist die Folge von B.

Wenn es also regnet (A) und wir denken: “Mist, immer dieses Scheißwetter!” (B), dann sinkt unsere Laune (C). Wenn wir aber denken: “Immerhin hat vorhin die Sonne geschienen”, können wir unter dem Regenschirm lächeln :-).

C ist keine direkte Folge von A, sondern hängt nur von uns ab. Wer das erkennt, geht deutlich leichter und zufriedener durchs Leben. Denn er weiß: Ich bin kein Opfer.

(aus Gelassenheit beginnt im Kopf von Th. Hohensee)

Motivation vs Handlung: Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Jeder von uns schiebt gelegentlich etwas auf die lange Bank und hat keine Lust oder drückt sich davor, aktiv zu werden. Viele Dinge scheinen wichtiger zu sein, egal ob es die Fenster sind, die mal wieder geputzt werden müssen oder der Garten, der umgegraben werden muss. Man kann die Neigung, bestimmte Dinge vor sich herzuschieben, als eine durchaus normale Eigenschaft betrachten, die bei den meisten Menschen schlimmstenfalls zu Zeitdruck und Unannehmlichkeiten führt.

Es gibt glücklicherweise einige sehr wirkungsvolle Methoden, um das Hinausschieben in den Griff zu bekommen und dadurch produktiver zu werden und zugleich Stress abzubauen.

Das erste und wahrscheinlich wichtigste Mittel gegen das ewige Aufschieben ist, daß man sich ganz einfach über den Zusammenhang zwischen Motivation und Handeln klar wird. Die meisten Menschen glauben, daß erst die Motivation und dann das Handeln kommt - daß man also erst dann wirklich etwas tun kann, wenn man sich motiviert dazu fühlt.

Tatsache ist, daß in den meisten Fällen erst das Handeln kommt und dann die Motivation -

das heißt, meistens wird man, sobald man einmal mit einer Tätigkeit angefangen hat, mit der Zeit motivierter, und es fällt zunehmend leichter, mit dem fortzufahren, was man begonnen hat. Also: “Höre nie auf anzufangen!”

Auch als Arbeitgeber können Sie Ihren Mitarbeitern, das “Anfangen” erleichtern. Schaffen Sie Voraussetzungen, die es den Mitarbeitern ermöglicht ohne große Umstände zu agieren. Schaffen Sie optimalen Arbeitsbedingungen wie z. B. Räumlichkeiten die hell und luftig gestaltet sind oder eine Büroausstattung die problemlos funktioniert. Effiziente Meetings und einfache Kommunikationswege gehören ebenso dazu.

Vorschlag:

Verabreden Sie das nächste Mal, wenn die schleichende Lähmung des Hinausschieben Sie befällt, mit sich, daß Sie sich nur einige Minuten lang mit der Aufgabe beschäftigen. Wahrscheinlich stellen Sie dann fest, daß Ihre Motivation schon nach wenigen Minuten beträchtlich in Schwung gekommen ist, und widmen sich der Aufgabe mit stetig wachsendem Interesse.

Ein Egoist ist ein Mensch der nicht an mich denkt.

Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben…

… wäre das Leben langweilig, es gäbe keinen Streit, keine Impulsivität, keine Veränderung, keine Entwicklung, kein Fortschritt, keine eigene Identität…Konflikte geben uns die Möglichkeit unseren eigenen Standpunkt zu vertreten, wir vertreten uns und unser Selbst. Wir müssen schon mal in Auseinandersetzungen gehen, sonst würden wir unser Selbst verleugnen, wir würden nicht auf unser Selbst hören und ihm auch nicht vertrauen.

In jedem Konflikt steckt auch die Kraft zur Lösung. Konflikte geben uns Energie. Eine erfolgreiche Lösung des Konfliktes verschafft uns Selbstvertrauen und Respekt dem anderen gegenüber.

Konflikte können bereichernd sein, sie können eine Chance sein:

·   Weiterentwicklung, wenn Konflikte vermieden werden, kommt es oft zum Stillstand. Differenzen und Konflikte sind der Motor jeder Weiterentwicklung und Veränderung. Wenn andere mit mir in einen Konflikt treten, ist dies die Chance zur eigenen Weiterentwicklung.

·   Grenzen setzen, wenn ich Konflikte anspreche, setze ich Grenzen gegenüber meinen Mitmenschen und mache deutlich, was ich akzeptiere und was nicht.

·   Wahrung meiner Selbst, nur wenn ich Konflikte eingehe, kann ich mich durchsetzen und meine Interessen wahrnehmen; was nicht heißen muss, dass ich auf die Interessen anderer keine Rücksicht nehme.

·   Wohlfühlen, solange ein Konflikt nicht gelöst ist, bindet dieser ihre Energie und Kraft. Konflikte können krank machen, wenn sie nicht gelöst werden. Deshalb ist es letztlich zur Erhaltung des eigenen Wohlbefindens und der Gesundheit wichtig, Konflikte zu lösen. Erst wenn der Konflikt wieder gelöst ist und Harmonie herrscht, sind sie wieder frei von Spannungen.

 

Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, ist einer von ihnen überflüssig.
Winston Churchill

“Respekt ruft Respekt hervor”, schreibt der Benediktinerpater Mauritius Wilde. Das heißt: Wenn Sie einem anderen Menschen Respekt entgegenbringen, können sie am ehesten damit rechnen, auch selbst respektiert zu werden.

Bedeutet das nicht auch, dass es Ihnen leichter fallen wird, den anderen zu respektieren, wenn Sie selbst respektieren können? Haben Sie überhaupt schon mal darüber nachgedacht, wie es um ihren Respekt sich selbst gegenüber bestellt ist?

Respekt im Hinblick auf die eigene Person bedeutet:

  • mit Aufmerksamkeit und Freundlichkeit auf sich schauen
  • nach den eigenen Bedürfnissen sehen
  • sich selbst mit allen Facetten annehmen

(Auszug: Respekt im Job von Andrea Lienhart)

Glück hängt ab von der Persönlichkeit eines Menschen, seinen Zielen, Einstellungen, Erfahrungen und Werten.

  • Akzeptiert sich der Mensch so wie er ist?
  • Erlebt er sich in seinen Entscheidungen selbstbestimmt?
  • Meistert er Alltagsanforderungen?
  • Sieht er einen Sinn im Leben?
  • Entwickelt er sich weiter?
  • Pflegt er stabile soziale Bindungen?

All dies sind Grundlagen eines glücklichen Lebens. Dazu kommt die Würdigung kleiner Glücksmomente. Wichtig ist es, die Aufmerksamkeit auf kleine, positive Dinge zu lenken. Warum?

Negative Emotionen und Erlebnisse werden schneller und leichter im Gehirn gespeichert und beeinflussen unser Leben langfristiger. Das macht durchaus Sinn, um Gefahren zu erkennen, aber auch das soziale Miteinander zu regeln. Nur das heißt auch: Wir müssen diesem stärkeren Einfluss negativer Emotionen mehr Positives entgegensetzen, um ihren Einfluss auszugleichen.

Also: Achtsam sein, sich freuen an einem guten Gespräch, einer erholsamen Nacht, einem guten Früchstück, einem Lächeln, einem sonnigen Spazierung … Viel Erfolg!

Was gibt es schlimmeres als einen Chef der von nix Ahnung hat, aber vorgibt er hat von allem Ahnung? Ergebnis: Der Respekt und das Vertrauen in den Chef gehen verloren und schlimmstenfall wird er nicht mehr ernst genommen.

Mitarbeiter achten sehr genau darauf, ob ihr eigener Chef kompetent ist und über entsprechende Erfahrungen verfügt - oder ob er nur so tut als ob.

Wenn Sie Führungskraft sind, kann ich Sie beruhigen: Sie können nicht alles Wissen! Und es wird von Ihnen auch nicht erwartet. Aber seien Sie ehrlich und täuschen Sie kein Wissen vor, über das Sie nicht verfügen:

  • Stehen Sie dazu, sich in fachlichen Detailfragen von Mitarbeitern beraten zu lassen.
  • Machen Sie deutlich, dass es Ihre Aufgabe ist, Entscheidungen zu treffen, und das Sie dafür ggf. nur bestimmte Informationen benötigen.
  • Lassen Sie Fachfragen auch von Fachleuten beantworten, verlangen sie aber nachvollziehbare Ergebnisse.
  • Bleiben Sie am Ball und bilden Sie sich fort, wenn nötig.

Schaffen Sie Vertrauen zu Ihrem Mitarbeiter, indem Sie ihn als fachlich kompetenteren Mitarbeiter Vortritt geben. Nicht jeder kann alles Wissen, tauschen Sie sich untereinander aus und fachsimpeln Sie. Das schafft Vertrauen, Respekt und eine gute Beziehung.

(in Anlehnung an Richtig motivieren heragon.com)

Es gibt neue Untersuchungen, dass die Aufgabenverteilung durch die Führungskraft zu einer Kompetenzentwicklung und zu einer Gesundheitsförderung beiträgt. Gleichzeitig kann diese aber auch zu einer psychischen Fehlbeanspruchung beitragen.

Heraus kam, dass als unfair empfundene mentale Dämpfer, von Vorgesetzten durch deren Führungsstil ausgelöst, zuerst auf die Psyche, dann auf die Physis gehen. Ein mangelnder Führungsstil trägt somit wesentlich zur Entstehung von Depressionen bei.

Auf Platz eins der festgestellten Führungsfehler liegt die Überforderung:

  • zu viele oder schwierige Aufgaben,
  • ein zu enges Zeitfenster oder
  • zu viel Verantwortung.

Danach folgt die entwicklungsorientierte Fehlführung, bei der Mitarbeiter

  • zu wenig Handlungsspielraum und
  • zu wenig Möglichkeiten, das eigene Wissen mit einzubringen.

Wichtig ist, um diese Fehler zu vermeiden folgendes:

  • Klärung der Aufgaben und Aufgabenbereiche
  • Klärung der Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten
  • Klärung der Erwartungen
  • Tranzparenz von Entscheidungen und Zielen
  • umfassende Informationen sowie
  • ANERKENNUNG!

Ist doch eigentlich ganz einfach, oder!?

Dilbert und die Peanuts zeigen uns auf charmante Weise wie Menschenkenntnis funktioniert ;-)

http://www.sueddeutsche.de/kultur/peanuts-dilbert-co-flirtdebakel-1.1130204

Die Bewerbung.

Wenn es überhaupt ein Rezept für den Erfolg gibt, besteht es darin sich in die Lage anderer Menschen zu versetzen.
Arthur Schopenhauer

Vor kurzem Stand ich vor einer Bank, an der hing ein Schild mit der Aufschrift “24-Stunden-Banking” … aber so viel Zeit habe ich gar nicht.

Seien Sie effektiv und denken sie daran:
• Etwas Unwichtiges wird auch dadurch, dass man es gut erledigt, nicht zu etwas Wichtigem.
• Die Tatsache, dass eine Aufgabe viel Zeit in Anspruch nimmt, macht sie nicht wichtig.
• 80% der Ergebnisse resultieren aus 20% des gesamten Aufwands, inklusive des zeitlichen.

Durch Lächeln und Lachen werden in unserem Gehirn Glückshormone ausgeschüttet. Dadurch sind wir emotional besser drauf.

Frauen lächeln im Durchschnitt acht Mal häufiger als Männer. Interessant, dass Frauen auch im Durchschnitt acht Jahre länger leben als Männer.

Lächeln ist der Schlüssel zu Offenheit und Akzeptanz. Wer lächelt, den mag man und dem vertraut man eher.

Ihr Lächeln hört man. Ihr Gesprächspartner muss Sie nicht sehen, um zu wissen, ob Sie lächeln oder nicht. Deshalb sollten Sie auch lächeln, wenn Sie telefonieren.

Wenn Ihre Mitarbeiter lächeln, erhöht sich der Erfolg des Unternehmens ganz automatisch.

Außerdem: Für ein Lächeln benötigen Sie nur etwa zehn Muskeln, für einen mürrischen Gesichtsausdruck dagegen ungefähr hundert. Warum sollten Sie sich also weiterhin überanstrengen?

:-)